Wippsägen im Test 2016 – Unentbehrlicher Helfer beim Brennholzschneiden

Checkliste für den Kauf:

  • Prüfen, ob Starkstrom vorhanden ist, denn die Auswahl bei Modellen mit Drehstrommotoren ist besonders groß.
  • Dicke der zu verarbeitenden Holzscheite beachten. Eine Wippsäge nützt wenig, wenn der Stammdurchmesser größer ist als die maximale Sägeleistung.
  • Die Leistung sollte für den privaten Gebrauch zwischen 2,5 und 7 kW liegen. Absolute Untergrenze sind 2 kW

BrennholzWippsägen sind absolute Spezialisten, denn sie taugen nur zu einem Zweck: dem Zerschneiden von Holzscheiten, Stämmen oder Kantholz in handliche Stücke, die als Brennholz Verwendung finden. Die Säge nützt niemanden, beim Zuschneiden von Brettern, Faserplatten oder Laminat. Dafür ist Sie derzeit das beste Werkzeug um Brennholz weitgehend gefahrlos zuzuschneiden. Die Sägen gibt es mit verschiedenen Antrieben, die je nach Art Leistungen in 1,5 kW bis etwa 15 kW erbringen. Der Wippsägen Test soll Ihnen helfen die für Ihre Zwecke beste Wippsäge zu finden.

Was ist eine Wippsäge?

Während die meisten Sägen unter vielen verschiedenen Bezeichnungen in den Handel kommen, gibt es kaum Synonyme für eine Wippsäge. Nur selten wird der exaktere Begriff Wippkreissäge verwendet. Die Bezeichnung Brennholzsäge ist ein Oberbegriff, der Bandsägen, Rolltischsägen und Wippsägen umfasst.

güde wippsägeEine Wippsäge ist eine spezielle Kreissäge. Statt eines Tisches, über welchen Sie das Holz an das rotierende Sägeblatt heranführen, hat diese Säge eine „Wippe“. Dies ist eine Mulde, in der auch Rundholz sicher liegt und in der Regel über Klammern am Drehen gehindert wird. Die Muldenwanne ist ähnlich wie eine Schaukel gelagert. Sie können die Wanne hin und her schwenken. Dabei drücken Sie das Holz gegen das Sägeblatt.

Durch diesen Mechanismus sind die Hände vor den scharfen Zähnen des Sägeblatts geschützt. In der Regel bewegen die die Wippe mit beiden Händen an außen liegenden Griffen. Ihre Finger sind also weit von dem scharfen Blatt entfernt. Wippsägen gelten aus diesem Grund als die mit Abstand sicherste Säge zum Schneiden von Brennholz. Die Wippe ist darüber hinaus gut austariert, Sie brauchen nur wenig Kraft aufzuwenden, um sie zu bewegen.

Wofür wird sie verwendet?

Das Holz liegt senkrecht zur Rotationsrichtung des Sägeblatts. Sie führen also Schnitte quer zur Faser des Holzes durch. Sie brauchen eine Brennholzsäge, wenn Sie Holz in einer Länge kaufen, die nicht in Ihren Ofen oder Kamin passt. Nicht fertig zugeschnittenes Holz ist preisgünstiger und lässt sich auch besser Lagern. Es hat meist eine Länge von einem Meter, für den Ofen brauchen Sie Stücke von höchstens 30 Zentimeter Länge. Da Sie Holz quer zu Faser kaum durchhacken können, benötigen Sie eine kraftvolle Säge. Diese muss nicht genau und sauber schneiden, soll aber schnell das Holz durchtrennen und außerdem sicher sein. Eine Wippsäge erfüllt sie Anforderungen im vollen Umfang.

Welche Wippsägen-Typen gibt es?

Die Sägen gibt es mit drei unterschiedlichen Motortypen. Der Typ des Motors bestimmt zum Teil auch andere Faktoren, die sie beim Kauf berücksichtigen müssen. Außerdem sind auch Wippsägen ohne Motor erhältlich, die über einen Traktor angetrieben werden.

Sägen mit Wechselstrommotoren

Wechselstrom, also der normale Lichtstrom, hat 230 Volt. Er ist zumindest in der Nähe von Häusern fast immer verfügbar. Da Leistung das Produkt aus Spannung und Stromstärke ist, ist die maximale Leistung dieser Motoren begrenzt. Eine moderne Leitung im Haushalt verkraftet bis zu 16 A, damit ist die Leistung auf etwa 3,5 kW begrenzt. In der Regel bringen Wippsägen, die mit 230 Volt betrieben werden höchsten 2,5 kW. Die Leistung reicht nur aus, um Blätter mit einem Durchmesser von höchsten 500 Millimetern anzutreiben, die Schnittleistung liegt meist bei weniger als 20 Zentimetern.

Vorteil Nachteil
  • Preisgünstig
  • Steht fast überall zur Verfügung
  • Geringe Leistung
  • Maschinen und Zuleitungen erwärmen sich oft.

Drehstrom für mehr Power

Ein Drehstrom Motor bekommt über 3 Phasen Strom, zusätzlich sind ein Nullleiter und eine Erdleitung erforderlich. Die Motoren werden mit 400 Volt betrieben. Wippsägen mit diesen Motoren können über 8 kW Leistung erbringen, in der Regel haben diese Sägen eine Leistung zwischen 2,5 und 7,5 kW. Die Leistung reicht für Blattdurchmesser von höchstens 700 Millimetern und Schnitttiefen von bis zu 30 Zentimetern. Allerdings ist Starkstrom nicht überall verfügbar. Die erforderlichen dicken 5-adrigen Kabel sind recht teuer.

Vorteil Nachteil
  • Leistungen von bis zu 8 kW möglich
  • Schnitttiefen von 30 cm möglich
  • Starkstrom ist nicht überall verfügbar.
  • Hoher Preis für Kabel und Säge

Verbrennungsmotoren sind überall einsetzbar

Eine Wippsäge mit einem Benzin- oder Dieselmotor benötigt keinen Stromanschluss und kann daher auch im Wald oder in einer abgelegenen Scheune betrieben werden. Diese Sägen sind sehr leistungsstark, aber nicht unbedingt umweltschonend. Verbrennungsmotoren setzen immer das Treibhausgas CO2 frei, selbst Ausführungen mit Katalysator. Manche Modelle haben über 10 kW und können mit einem 1.000-er Sägeblatt Stämme mit einem Durchmesser von fast 50 cm zersägen.

Vorteil Nachteil
  • Unabhängigkeit vom Stromnetz
  • Hohe Leistung
  • Nicht umweltfreundlich
  • Hoher Preis

Wippsägen mit Zapfwelle

Die Sägen sind ein klassisches Zubehör für Traktoren. Die Leistungsstärke hängt vom Motor des Trekkers ab. In der Regel haben die Sägen sehr große Sägeblätter und können auch dickes hartes Holz zerschneiden

Vorteil Nachteil
  • Unabhängigkeit vom Stromnetz
  • Hohe Leistung bei günstigem Preis
  • Nicht umweltfreundlich
  • Traktor erforderlich

Worauf Sie beim Kauf achten müssen

Scheppach wox d700Bedingt durch den sehr speziellen Einsatzbereich, gibt es wenige Kriterien, die Sie beim Kauf beachten müssen. Neigungswinkel, Führungsschienen oder ein genaues Schneiden mit einer Lasermarkierung ist überflüssig und daher an den Sägen nicht vorhanden. Es bleiben die wesentlichen Kriterien Antriebsart, Schnitttiefe und Leistung. Hierbei ist anzumerken, dass diese nie völlig unabhängig voneinander sind. Eine Wippsäge mit 230 Volt Motor, 7 kW und einer Schnitttiefe von bis zu 30 Zentimetern ist schlicht und ergreifend technisch nicht möglich. Um die richtige Säge zu finden, ist also eine mehrdimensionale Entscheidungsfindung nötig. Mit anderen Worten, unter Umständen tauchen Aspekte auf, die dazu zwingen, einige Kriterien neu zu überdenken.

Antrieb

Die Entscheidung über die Antriebsart muss zu Beginn der Auswahl erfolgen. Wenn nur 230 Volt zur Verfügung stehen, können Sie eine Starkstromsäge nicht gebrauchen. Ob eine elektrische Wippsäge möglich ist, hängt davon ab, ob die benötigte Leistung von einem Wechselstrommotor erbracht werden kann. Eventuell kann nur eine Säge mit Verbrennungsmotor die anstehenden Arbeiten erledigen.

Schnitttiefe

Die Schnitttiefe hängt von der Größe des Sägeblatts und der Motorleistung ab. Die theoretisch maximale Tiefe ist die Hälfte des Durchmessers des Blatts in Millimetern vermindert um 15 Millimeter. Ein 500er Blatt kann nie tiefer als 23,5 cm in das Holz eindringen. In der Praxis beschränkt die Motorleistung diese Tiefe zusätzlich. Ein guter Suchfilter ist daher die gewünschte Antriebsart in Verbindung mit dem Durchmesser des Holzes, welches regelmäßig zu sägen ist.

Leistung

Die Leistung alleine ist nicht sehr aussagefähig. Eine Säge mit 2,5 kW kann beispielsweise zwischen 13 und 18 Zentimeter tief in das Holz eindringen. Wenn die Filterung nach Antrieb und benötigter Schnitttiefe zu mehreren Ergebnissen führt, ist es sinnvoll, das Modell mit der stärkeren Leistung zu wählen.

Variationsmöglichkeiten/Zubehör

Einige Hersteller bieten Wippsägen an, die sich mit wenigen Handgriffen in eine Tischkreissäge verwandeln lassen. Diese sind auch für Längszuschnitte von Brennholz geeignet. Die hochpreisigen Modelle sind eher etwas für Profis. Bedingt durch das grobzahnige Sägeblatt und die fehlenden Anschläge, lassen sich auf diesen Sägen keine exakten Zuschnitte anfertigen. Sie sind aber eine große Hilfe, wenn große Mengen knorriges Holz vorhanden ist, das sich mit der Axt nicht spalten lässt.

Marken und Hersteller

Hersteller oder Marken eignen sich nicht bedingt als Suchkriterium, da die meisten Firmen sehr unterschiedliche Wippsägen im Angebot haben. Einige Gemeinsamkeiten habend die Maschinen der verschiedenen Unternehmen in der Regel immer.

Rotenbach und Crossfer sind typische Anbieter die Wippsägen im unteren Preissegment anbieten. Rotenbach ist eine Marke, welche Firma hinter dem Unternehmen steht, ist schwer zu ermitteln. Crossfer ist in Mönchengladbach ansässig und als Handelsunternehmen, das mit Anstrichmitteln, Bau- und Heimwerkerbedarf handelt eingetragen.

Güde und Atika bieten ebenfalls recht günstige Wippsägen an. Güde hat nach eigenen Angaben Produktionsanlagen in aller Welt, Atika produziert überwiegend in Deutschland. Beide Unternehmen prüfen regelmäßig die Qualität ihrer Produkte auch während der Fertigung.

Scheppach bietet teurere Sägen an, die leistungsstärker sind. Die Produkte sind für ambitionierte Heimwerker bis zum Profibereich geeignet, sofern der Holzzuschnitt nicht in zu großem Umfang erfolgt.

Hochpreisige Sägen, die für Holzproduzenten und Holzhändler geeignet sind, produzieren Posch und Stürmer und Bindenberger.

FAQ zur Wippsäge

Für was braucht man eine Wippsäge?

Die Sägen eignen sich zum Schneiden von Stämmen, Kant- und Scheitholz quer zur Faserrichtung. Sie dienen dazu, Holz auf die richtige Länge für den Ofen zu bringen.

Kann man eine Wippsäge mieten?

Manche Baumärkte oder der Landhandel bieten Wippsägen auch zur Miete an. Die Kosten belaufen sich auf 30 bis 70 Euro je Tag. Das Mieten lohnt lediglich, wenn einmalig eine größere Menge Holz zu sägen ist, beispielsweise, wenn im Garten ein Baum gefällt wurde. Wer mit Holz heizt, sollte das Holz ofenfertig kaufen oder sich eine eigene Säge zu legen. Letzteres ist auf die Dauer günstiger.

Welche Sägeblätter benötigt man für eine Wippsäge?

sägeblattAlle Wippsägen sind Kreissägen und können im Prinzip mit jedem Kreissägeblatt bestückt werden. Sinnvoll ist ein Wechselzahn-Hartmetallblatt mit wenigen Zähen (40 bis 60 Zähne beim 700er-Blatt) zu wählen, welches als nagelfest angeboten wird.

Wie schärft man die Sägeblätter einer Wippssäge?

Das Schärfen von Kreissägeblättern ist recht kompliziert, da die Gefahr besteht, dass die Zähne nach dem Schärfen unterschiedliche Längen haben. Schlossereien führen die Arbeiten professionell durch. Allerdings sind die Standzeiten von Hartmetallblättern sehr groß. Viele kaufen daher ein neues Blatt, wenn das alte stumpf wurde.

Welche ist die beste Wippssäge?

Es gibt eindeutig keine beste Wippsäge, höchstens eine gut oder weniger gut für Ihre Zwecke geeignete. In erster Linie ist wichtig eine Wippsäge zu kaufen, die nicht unterdimensioniert ist. Eine leistungsschwache Säge verschleißt durch die ständige Belastung zu schnell.